Vogelspinnen Forum


Biss

Jakob schrieb am 12.12.2005 um 18:15 Uhr:
hi,
wie ist das eigentlich,wenn eine vs zubeißt?lässt sie sofort wieder los,oder nicht.ich hab angst,dass,wenn sie zubeißt,aus dem terrarium fällt und stirbt.
Grimi schrieb am 12.12.2005 um 19:46 Uhr:
Hi.

Da ich noch nie gebissen wurde kann ich dir aus eigener Erfahrung nicht sagen ob sie gleich loslässt oder nicht.
Ich denke aber schon, da sie dich nicht als Beutetier sondern als Feind ansieht.
Einfach mit nem gewissen Respekt und Vorsicht agieren, dann kann auch nichts passieren.
Die VS sollte auch ne Rückzugsmöglichkeit haben. Diese wird sie eher aufsuchen, als dich zu beißen.
Meistens "schlagen" VS auch mit ihren Vorderbeinen, bevor sie zubeißen.
Wenn man die Zeichen richtig deutet, kann nichts schief gehen.

Gruß, Damian
Dani schrieb am 12.12.2005 um 20:43 Uhr:
also meine H.lividum hat mich schon mal "gebissen" und bei der kannst mit so viel respeckt arbeiten wie du willst die kam auf einmal aus ihren höhle raus geschossen auf die pinzette und schwups hat sie mich am daumen erwischt zum glück nur auf den fingernagel aber das war schon schock genug. nach dem "zubeißen" verschwand sie sovort wieder in der höhle...
Thomas Ziebarth schrieb am 13.12.2005 um 12:53 Uhr:
Hallo Jakob,

also ich kann "Grimi" nur voll zustimmen! Eine Vogelspinne wird, bevor sie zubeißt, erstmal füchten - wenn sie es denn kann! Also immer einen Unterschlupf im Terri einbauen und das Tier nie in die Enge treiben!

Mit den Bissen ist es von Art zu Art verschieden. Meine eigenen Erfahrungen (T.blondi 1990 und B.vagans erst kürzlich) haben zum Glück gezeigt, dass diese beiden Arten - wie die meisten - sofort wieder loslassen.
Anders ist das bei Arten wie C. crawshayi, die erstmal 'ne Weile festhält. Auch H. hercules ist so ein Kandidat - also hier besondere Vorsicht!

Da ich nun das große Glück habe, gegen derartige Gifte nicht allergisch zu sein, war bei mir alles nach 2-3 Stunden Schmerzen wie nach einem Bienenstich wieder "vergessen". Verheilt war die Wunde nach 3 Tagen.

Das einzig richtig schmerzhafte ist der eigentliche Biss. Aber auch das ist von der Größe der Chelizeren abhängig...

Bei der T.blondi, die mich 1990 bei der Vaseline-Behandlung einer Platzwunde am Tibia-Gelenk erwischte, hat's mir 'ne Weile gereicht - das brauch' ich nicht wieder!!

Wichtig ist nur, dass immer der Tetanus-Impfschutz auf dem Laufenden ist (Hausarzt fragen).
Denn weit "gefährlicher" als das Gift, das bei Vogelspinnen etwa unserem Wespen- oder Bienengift entspricht, ist eine so genannte "Sekundärinfektion", die durch Bakterien an den Chelizeren entstehen kann. Gerade bei Pflegern, die ihre Tiere mit Mäusen oder anderen Kleinsäugern füttern sei hier wegen der Verwesungsrückstände an den Chelizeren zu äußerster Vorsicht geraten!
Oft vernachlässigen alte Vogelspinnen die Körperpflege - auch hier besteht daher ein erhöhtes Infektionsrisiko...

Ich persönlich halte es daher für angebracht, immer ein medizinisches (!) Haut-Desinfektionsmittel (z.B. "KODAN forte") griffbereit zu haben. Damit kann eine evtl. Bisswunde, die meist wie ein kleiner Schlangenbiss aussieht (bei interesse Foto per E-Mail) sofort desinfiziert werden...

Ich wünsche Euch allen eine "Bissfreie" Zeit ;-))

Tom
Helge schrieb am 13.12.2005 um 13:12 Uhr:
aber die citharischius crawshayi lässt nicht mehr los,wenn sie einmal zugebissen hat.
Grimi schrieb am 13.12.2005 um 16:41 Uhr:
Hi.

@Tom: Woher weißt du, dass H.hercules nicht gleich loslässt?

@Tom und Helge: Woher wisst ihr, dass C.crawshayi nicht gleich loslässt?

Habt ihr vielleicht irgendwelche Literatur-Angaben für mich?

In der aktuellen "ARACHNE" stehen zwei Berichte über Bissunfälle mit P.ornata und P.fasciata.
Sind wirklich sehr interessant.

Gruß, Damian

Helge schrieb am 13.12.2005 um 19:19 Uhr:
dab ich in einem buch gelesen.da stand ,laut peter klaas,dass die spinne nicht mehr loslässt,wenn sie einmal zugebissen hat.
hatte wohl selbst das vergnügen=)
Thomas Ziebarth schrieb am 14.12.2005 um 05:26 Uhr:
Hi Damian!

Ich war vor Ewigkeiten (ich glaube es war 1990) mal auf einer Vogelspinnen-Börse in der Münchner Olympiahalle. Und genau dort hatte jemand die "Ehre" sich mit einer ausgewachsenen (!) H. hercules anzulegen. Mann, war das Vieh sauer!!
Sie baumelte fast eine Minute an seinem Finger - AUTSCH ;-)
Erst eine "Dusche" mit Alkohol brachte sie zum Loslassen...

Was die C. crawshayi betrifft, gibt's mehrere Quellen - die bekannteste ist wohl Peter Klaas, "Vogelspinnen im Terrrarium". Auch in einem Doku-Film (Titel weiß ich nicht mehr) wurde darüber von einem Betroffenen geredet...

Tom
Spider schrieb am 14.12.2005 um 10:50 Uhr:
Hi,

@Damian es wird immer wieder gelesen das C. crawshayi nicht gleich wieder loslässt, ärger sie doch mal und lass sie in ein Blatt Papier beissen wirst sehen die lässt nicht gleich wieder los - habe sowas auch schon bei H. lividum gesehen, die ersten zweimal kurz gebissen das dritte mal nicht mehr losgelassen.

@Damian die Berichte hab ich auch gelesen - echt interessant wobei ich sagen muss wer eine Poeci mit der Hand einfängt ist selber schuld ;-)
Grimi schrieb am 15.12.2005 um 14:10 Uhr:
Hi.

Welche Ausgabe von "Vogelspinnen im Terrarium" habt ihr denn? In meiner steht es nicht drin.

@Spider Das mit dem Ärgern meiner C.crawshayi las ich mal. Erstens müsste ich sie erst ausbuddeln und zweitens, nacher erwischt sie mich doch noch. Aua!!!! ;-)

Gruß, Damian
Spider schrieb am 15.12.2005 um 15:35 Uhr:
Hi Damian,

naja normal kommt sie auch wenn sich ihre Röhre mit Wasser vollläuft oder du mit einem Stock im Loch rumfuchtelst aber hast recht lass es lieber ;-)

Jemand schrieb am 15.12.2005 um 19:34 Uhr:
also ich hab das buch vogelspinnen von günter stadler
Helge schrieb am 15.12.2005 um 19:36 Uhr:
genau das hab ich auch
steht alles zum thema vogelspinnen drin
Jill89 schrieb am 19.08.2019 um 18:31 Uhr:
Hi ich hab mir eine neue dazu geholt und hab da anscheind eine Baumspinne bei der die erste frage aufkommt. Was genau ist das für eine Baumspinne und was muss ich jetzt im anders machen, als bei den Bodenspinnen? Liebe Grüße


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